GAL zu Maklercourtagen: “Mieter entlasten – Vermieter soll zahlen”
Hamburg. Der kürzlich erschienene Mietenspiegel, der einen Einblick in die aktuelle Situation am Hamburger Wohnungsmarkt gibt, regte unter den Fraktionen bereits zu einer Debatte an.
Die Mieten steigen ständig – und damit auch die Maklerprovisionen. Diese Kosten tragen meist die Mieterinnen und Mieter. Um diese zu entlasten, will die GAL-Fraktion das Prinzip umkehren: Künftig sollen die Vermieter den Makler zahlen. Die Grünen fordern den Senat in einem Antrag auf, sich im Bund für diese Regelung einzusetzen. Außerdem soll die Ausbildung von Maklerinnen und Maklern verbindlich geregelt werden.
Dr. Anjes Tjarks, wirtschaftspolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, erklärt: „Die Mieten in Hamburg steigen ständig, automatisch klettern damit auch die Maklercourtagen. Die Makler sind damit die Profiteure der Mietensteigerungen. Ihr Aufwand beschränkt sich oft auf eine Massenbesichtigung plus ein paar Telefonate, und steht damit in keinem Verhältnis zur Höhe der Provision. Diese Gebühr ist für viele Wohnungssuchende eine finanzielle Bürde. Wir wollen die bisherige Regelung umkehren. In Zukunft muss es heißen: Wer bestellt bezahlt. Der Vermieter beauftragt den Makler, also muss er auch für dessen Honorar aufkommen.”
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